Digitaler Produktpass der EU
Laut der Studie des EU-Parlaments zu digitalen Produktpässen für den Textilsektor erfolgt die Einführung in drei Meilensteinphasen: 2027, 2030 und 2033. Jede Phase erhöht die Anforderungen an Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Kreislauffähigkeit.

Phase 1 — Minimaler & vereinfachter DPP (2026-2027)
Die erste verpflichtende Einführung bringt einen minimalen und vereinfachten digitalen Produktpass mit Fokus auf grundlegende Transparenz auf Produktebene. Dazu gehören zentrale Produktdaten, Zusammensetzung, grundlegende Rückverfolgbarkeit und die von der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte vorgeschriebenen Umweltinformationen.
Diese Phase legt den Grundstein für das größere Ökosystem, das 2030 und 2033 erweitert wird.
Phase 2 — Erweiterter DPP (2030)
Die zweite Phase bringt einen deutlich erweiterten Datensatz über den gesamten Lebenszyklus. Mehr Akteure, mehr Ebenen der Lieferkette und detailliertere ökologische und soziale Kennzahlen werden verpflichtend. Die in Phase 1 erhobenen Daten werden nun auf Vertrieb, Nutzung, Reparatur und Lebensende ausgeweitet.
Alle Anforderungen lesenPhase 3 — Vollständig zirkulärer DPP (2033)
Die letzte Stufe bringt einen vollständig zirkulären digitalen Produktpass. Produkte tragen nun vollständige Lebenszyklusinformationen und ermöglichen automatisierte Sortierung, Recycling, Nachverfolgung der Wiederverwendung und kontinuierliche Feedbackschleifen für zirkuläres Design.
Alle Beteiligten – Hersteller, Händler, Recycler, Verbraucher – sind Teil eines interoperablen, europaweiten DPP-Ökosystems.
